Fährt Dominique Aegerter 2026 für BMW in der Superbike-WM?

Mit diesem Wochenende begann der zweite Teil der Superbikesaison 2025, nach der langen Sommerpause. Noch vor der Sommerpause erfuhr Dominique Aegerter über Social Media, dass ihn im kommenden Jahr Stefano Manzi im Team GRT Yamaha WSBK ersetzen wird. Wie es Dominique Aegerter in dieser Situation geht und was seine Wünsche und Träume sind, das erzählte er mir im folgenden Interview. Viel Spass!

Alle Bilder wurden im Auftrag vom Team GRT Yamaha WSBK Yamaha von Geebee geschossen.

Wie gut kann man sich aufs Fahren konzentrieren, wenn man noch nicht weiß, ob und wo man nächstes Jahr fahren wird?
Ich kann mich auf mein Training sehr gut konzentrieren. Klar hat man im Kopf eine gewisse Ungewissheit: Wie geht es weiter? Aber ich kann nicht mehr machen, als mich auf die letzten vier Rennen der Superbike perfekt vorzubereiten. Mein Bruder und Manager wird schauen, dass wir für 2026 etwas haben werden, was lukrativ ist und meine Karriere weiterführt.

Während eines solchen Findungsprozesses, denkt man da auch ans Aufhören?
Nein, ich denke eigentlich nicht ans Aufhören. Ich habe noch zu viel Feuer, Motivation und Freude für den Motorradsport, um das nur noch als Hobby zu betreiben. Ich möchte mich messen können mit Gegnern und in Wettbewerben mitfahren.

In den kleineren Teams kann man sich ja "einkaufen". Du hast gesagt, du möchtest dies nicht. Wäre aber eine Crowdfunding-Aktion wie damals in der Moto2 auch in der WSBK denkbar?
Ich möchte mich eigentlich nicht in ein Team einkaufen, das ist so. Wenn man einen Sponsor finden würde, der die Kosten dafür übernehmen würde, würde ich natürlich nicht nein sagen. Aber ich investiere nicht all meine Sponsorengelder, die ich verdiene, ins Team. Das ist es mir nicht wert, dass ich Geld bringe, um arbeiten zu können. Das Crowdfunding ist eher weniger ein Thema. 2018, als ich das gemacht habe, war es eine super Sache. Ich sprengte den Rekord, indem ich 200.000 Schweizer Franken in 12 Tagen zusammenhatte. Es kostete aber auch sehr viel Zeit und Geduld. Das Geld kam nicht von allein, da steckte viel Arbeit dahinter. Geld dürfen mir alle schicken, darüber bin ich immer glücklich.

Ist BMW ein Thema?
BMW ist sicher ein Thema, wie Honda auch. Aber da haben wir schon Bescheid bekommen, dass wir weit unten auf der Liste stehen. Deshalb warten wir auch noch ab.

Die Marke Suzuki ist dir nicht fremd, du warst schon beim 8-Stunden-Rennen von Suzuka mit einer Suzuki unterwegs und durftest auch die damalige MotoGP-Maschine testen. Wenn Suzuki mit der neuen GSXR in die WSBK zurückkehren würde, wäre das eine Option für dich?
Ja, Suzuki wäre sicher eine Option. Bis jetzt habe ich davon nichts gehört, dass sie nächstes Jahr in die Superbike zurückkehren würden. Ich habe etwas von der Langstrecken-WM gehört, dass sie dort wieder an den Start gehen werden. Vielleicht weißt du mehr als ich?!

Leider nein.

Wenn du dir wünschen könntest, dass eine Tür ganz weit offenstehen würde, welche wäre es?
In den Träumen und Wünschen würde ich natürlich gerne in der MotoGP fahren, in einem guten Team. Dies ist sehr unrealistisch, aber träumen darf man ja. Cool wäre, neben Bulega im Werksteam von Ducati fahren zu können. Das wäre das Beste, was passieren könnte. BMW wäre dann auch ein Thema, weil es ein deutsches Team ist. Auch in den Teams Go Eleven oder Barni Racing wäre ich gerne dabei. Da ist noch viel offen, was ich gerne machen würde. Auch vielleicht zurück in die Supersport zum Team Ten Kate, was ein super Team ist, in dem ich mich wohlfühlen würde.




1 Kommentar

hey Luki super Interview. Mach wieter eso.