Es wurde ein neuer Patient eingeliefert..

Dass ich KTM SM 990 eine Motorradhure genannt habe, nehme ich nicht zurück, denn es war keine Beleidigung sondern eine Tatsache. Wobei ich an dieser Stelle völliges Verständnis für diese Situation aussprechen muss. Die Saison ist schon fast zu Ende und da seine Motorräder alle laufen wäre ein Schrauberprojekt für den Winter für ihn perfekt gewesen. Und wie gerufen kam er vor etwa zwei Wochen zu mir und meinte er hätte da ein unglaublich gutes Schnäppchen gefunden. Eine Yamaha WR 400. Sie laufe nicht da sie schon länger gestanden sei. Aber der Preis war so unchristlich gut, dass man ihn hier nicht nennen wird und KTM SM 990 die WR kaufen musste.



Nun steht sie bei mir in meiner Garage, damit seine anderen Motorräder nicht merken, dass er schon wieder fremd geht. Letzte Woche begann er mit der Schrauberei an der WR 400. Und ich durfte ihn glücklicherweise dabei unterstützen. Ich muss hier nicht erwähnen was dies für eine riesen Freude für mich war, Danke. Aus Erfahrung mit meinen Zweiakter Schätzeleins, fängt man bei einem nicht laufenden Motorrad am besten mit dem Vergaser an. Anfangs versuchten wir den Luftfilter aus dem Rahmen zu entfernen, so dass wir zum Vergaser kommen konnten. Bald merkten wir aber dass dies höchstens mit den kleinen Händen von den Japanern die dieses Motorrad zusammengebaut haben, funktionieren kann. So nahm ich mir das Handbuch zur Hand und merkte bald, dass das Heck in dem der Luftfilter angebracht ist, mit nur drei Schrauben entfernt werden kann. Nach dem wir noch den Auspuff vom Heck getrennt haben, konnten wir den Luftfilter samt Heck vom Motorrad trennen.



Jetzt mussten nur noch alle Schläuche und die Verbindung zum Gasgriff entfernt werden und wir konnten den Vergaser ohne grössere Probleme vom Zylinder trennen. Cool mal einen richtigen Vergaser in der Hand zu haben. Wir nahmen den ganzen Vergaser auseinander und legten ihn zur Reinigung in Benzin ein. Was mich ein bisschen verunsichert ist der Grünton in der Schwimmkammer. Ich erkläre mir das so, dass das Benzin dass nun sich mehrere Jahre dort drin befunden und sich allmählich aufgelöst hat, diesen belag entstehen lassen hat. Jedoch könnte es auch sein, dass sich das Benzin mit Öl oder Kühlflüssigkeit vermischt hat, was richtig scheisse wäre. Jetzt wird der ganze Vergaser gereinigt mit neuen Dichtungen versehen und dann wieder eingebaut. Nach dem Einbau muss dann noch kontrolliert werden, ob irgendwo noch Öl oder Kühlflüssigkeit(sehr unwahrscheinlich eigentlich) in den Vergaser eindringen kann. Wenn es so weit ist werdet ihr auf diesem Blog davon erfahren.

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