An diesem Tag stand das Solothurner Jura auf dem Programm. Grenchenberg, Weissenstein, Balmberg und Passwang waren vorgesehen – eine perfekte Tour für ein Classicbike wie die Kawasaki Z900 RS.
Die 215 Kilogramm schwere Kawasaki Z900 RS ist mit einem 948 Kubikzentimeter grossen Reihenvierzylindermotor ausgestattet, der 111 PS beziehungsweise 82 Kilowatt leistet. Optisch orientiert sie sich an der legendären Kawasaki Z1 aus den siebziger Jahren. Wie sie sich fährt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.
Am frühen Morgen ging es los. Anders als an den vergangenen Tagen war es trocken, wenn auch neblig. Den ersten Abschnitt fuhr ich von Delsberg bis Court auf der Autobahn. Auf der Z900 RS muss man den Lenker gut festhalten, denn auf der Autobahn weht ein kräftiger Wind. Umso mehr freute ich mich, als ich in Court abfahren konnte. Von dort ging es über den Grenchenberg. Mit den Kurven kam auch die Freude an der Z900 RS – es machte richtig Spass. Nach jedem Herausbeschleunigen verstärkte der Klang aus der Auspuffanlage die Begeisterung. Welch ein Sound.
Ich fuhr an Kuhherden vorbei, und der Nebel wurde immer dichter. Die Z900 RS passte perfekt in diese Szenerie – ein Motorrad, mit dem man die Landschaft geniessen kann, ohne schnell fahren zu müssen. Sie ist ein Motorrad wie früher: schlicht, charakterstark und ohne unnötigen Schnickschnack.
Vom Grenchenberg hinunter ging es durch Grenchen weiter nach Oberdorf. Auch im Stadtverkehr machte sie eine gute Figur. Einige Passanten drehten sich um und sahen dem Motorrad nach. Daran erkannte ich, dass nicht nur ich dieses Motorrad schön fand.
In Oberdorf bog ich links ab, um auf den Hausberg der Solothurner zu gelangen: den Weissenstein. Der Nebel war noch immer dicht, und ich musste das Tempo drosseln. Zum Glück trage ich das Panorama in meiner Erinnerung. Am Passschild machte ich eine kurze Pause und genoss die Morgenruhe.
Nach dem Weissenstein folgte an diesem Tag die grösste Prüfung für Mensch und Maschine. Die steilste Strasse des Kantons Solothurn stand bevor: der Balmberg mit Steigungen bis zu 25 Prozent. Doch auch hier kam ich mit der Kawasaki Z900 RS gut voran. Man sitzt nah am Lenker und hat die Maschine stets unter Kontrolle. Oben angekommen, zeigte sich zum ersten Mal die Sonne.
Zum Schluss stand noch der Passwang auf dem Programm. Die asphaltierte Motocrosspiste dort erwies sich für die Z900 RS als schwierig – es schüttelte mich durch.
Es war eine wunderbare Tour durch die Heimat, und mit der Kawasaki Z900 RS hatte ich eine hervorragende Begleiterin. Sie ist ein positiv primitives Motorrad: Motor, Licht und zwei Räder – mehr braucht es nicht, um Spass zu haben. Optisch ist sie eine Augenweide. Tolle Arbeit von Kawasaki.
Hier noch kurz die Route, du findest sie auch auf der the Tours App.
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