Bei Hostettler Sursee hat mir Pascal gesagt, dies sei nun die neue R7. Ich fragte zurück, ob es mehr wie ein Facelift sei, und er meinte, ja, die sei richtig neu. Und das ist wirklich so. Wieso, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.
Gleich beim Anfahren merke ich, wie die R7 los will. Ich wechsle schnell den Fahrmodus von «Street» auf «Rain», um sie erst einmal kennenzulernen. Schon auf den ersten Kilometern merke ich: Pascal hatte recht, die ist neu. Ich testete das Vorgängermodell vor zwei Jahren. Auf den ersten Metern merke ich gleich, dass neue Fahrwerk und der steifere Rahmen. Sie ist nicht mehr so ein Bock wie die R7 von 2024. Der Sitz wirkt auch etwas breiter. Es regnet, und ich gehe auf die Autobahn, um möglichst bald zu Hause zu sein.
Auf der Autobahn fällt mir eine blinkende LED im Display auf. Sie ist nicht rot, und ich fahre weiter. Bald merke ich, dass sie immer über 4500 Umdrehungen leuchtet. Wie ich später erfahre, zeigt mir diese LED an, dass ich schalten sollte. Finde ich frech. Der Quickshifter geht nun dank elektronischem Gas in beide Richtungen, was richtig toll ist. Unter Teillast ist der Quickshift Gangwechsel jedoch etwas ruppig. Ab 5000 Umdrehungen flutscht es aber ganz schön. Auch hier zeigt das Display an, wann man mit dem Quickshifter hoch und oder runter schalten kann. Dubelisicher.Dass die Yamaha R7 auf der Autobahn durchaus hilfreiches Tempo gehabt hätte, habe ich zu spät bemerkt.
Unterwegs mache ich eine kurze Pause auf einer Raststätte, um einen wärmenden Kaffee zu trinken. Dabei habe ich genügend Zeit, die R7 zu mustern. Für ein Motorrad nach den 90ern ist es ein ganz schönes Motorrad, das einen eigenen Charakter hat. Der Kaffee tat ganz gut, und ich freute mich auf die Autobahnausfahrt in Oensingen.
Nun geht es in Richtung Passwang. Die Yamaha R7 ist noch immer im Regenmodus, und ich fühle mich wohl damit. Wäre es nicht so kalt, ich könnte von «Genuss» reden. Wie kalt es wirklich ist, wird bei der Pinkelpause auf der Passhöhe ersichtlich.
Da mein Auto in Sursee bei Hostettler geblieben ist, wird die Yamaha YZF-R7 auch im Alltag getestet, und auch dort macht sie eine gute Figur. Natürlich ist die Sitzposition nicht die bequemste, ansonsten gibt es jedoch nichts zu bemängeln. Im Stadtverkehr kommt mir das Ride by Wire System (YCC T) zugute. Dabei gibt es keine direkte mechanische Verbindung zwischen dem Gasgriff und den Drosselklappen, alles wird elektronisch geregelt. Das hat zur Folge, dass der Quickshifter in beide Richtungen verwendet werden kann, die Gasannahme präziser und gleichmäßiger ist sowie Traktionskontrolle und Tempomat genutzt werden können. Zudem stehen nun verschiedene einstellbare Fahrmodi zur Verfügung. Im Feierabendverkehr fahre ich gemütlich im Regenmodus und freue mich einfach, auf dem Motorrad zu sitzen. Ganz ehrlich: Was gibt es Schöneres, als sich nach Feierabend auf das Motorrad zu setzen und loszudüsen? Genau, nichts.
Am Sonntag vor der Abgabe ist das Wetter nochmals besser, und ich verabrede mich mit Louis auf eine Ausfahrt, um ein paar Fotos zu schiessen. Wie die Fotos herausgekommen sind, seht ihr ja hier. Nach dem Fotoshooting ging es vom Passwang zum Scheltenpass, und ich schaltete auf den «Street»-Modus. Auf der engen, kurvigen Strecke fühlt sich die leichte R7 besonders gut an. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr aufhören. Der Sound rundet den Fahrspass optimal ab.
Wie gewohnt gibt es noch zum Abschluss die technischen Daten:
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Motor | CP 2 2-Zylinder Reihemotor |
| Kubik | 689 cm^3 |
| Leistung | 73.4 Ps/ 54.0 kW |
| Drehmoment | 68 Nm bei 6.500 U/min |
| Gewicht | 189 kg |
| Verbrauch | 4.1l7 100km |
| Topspeed | 230 km/h |
| Preis | 10'690.- CHF |
Ja, ich würde dieses Motorrad kaufen. Nein, dies ist kein gesponserter Testbericht!
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