Testbericht - Garmin Zumo

Auf meiner Reise war ich nicht nur mit Valentina, eine Yamaha XSR 700, unterwegs, da war auch Noch Heinz-Günther, ein Navigationssystem von Garmin, Das Garmin Zumo. Wieso hat dieses Gerät nun einen männlichen Namen? In die XSR 700 habe ich mich von Anfang an verliebt, also brauchte sie einen weiblichen Namen. Beim Navi wusste ich jedoch, dass ich es irgendwann mal zur Sau machen werde, dass ich es verfluchen werde. Da so ein Navi ein chronischer Besserwisser ist, musste ein passender Name hin, für mich war das Heinz-Günther. An dieser Stelle ein dickes Sorry an alle Heinz-Günther.



Der Grund für diesen Beitrag ist natürlich nicht der Name Heinz Günther, sondern meine Erfahrung damit.

Zuerst mal die positiven Punkte:
Campingsuche: Wenn ich jeweils Abends, kurz vor knapp noch einen Zeltplatz suchte und keine Fand, konnte ich Heinz-Günther suchen lassen und war jedes Mal rechtzeitig an wunderschönen Zeltplätzen.
Kurvige Strecken: Ist man mal auf dem Land draussen oder verlässt die Autobahn und stellt das Navi auf kurvige Strecke um, dann wird es auch kurvig richtig geile Sache.
Regenwetter: Es ist Wasserdicht, und ich kann euch sagen ich weiss das. Während des ersten Monats hatte ich die Regenklamotten jeden Tag an. Es hat geregnet bei 25°C aber auch bei 5°C.
Tagesstrecke: Das Garmin Zumo speichert die Tagesstrecken, so kann nachgeschaut werden wo man in den letzten Tagen durchgefahren ist.
Punkte Speichern: Habe ich irgendwo einen schönen Camping oder zum Beispiel einen schönen Strand gefunden, konnte ich diesen ganz einfach Speichern. Leider habe ich diese Funktion viel zu spät entdeckt. Was auch ganz hilfreich ist, ist die Möglichkeit, dass der Parkplatz gespeichert werden kann. Ist ganz Hilfreich zum Beispiel in einer Stadt. Es ist aber darauf zu achten, dass das Garmin Zumo nicht für den Fussgänger gedacht ist. Ich habe das in Kopenhagen schmerzliche erfahren müssen. Das gute daran, ich kannte mehr von Kopenhagen als mir lieb war.

Jedoch gibt es auch ein paar negative Punkte:
Wegpunkte: Manchmal dauerte die Strecke zwischen Start und Ziel mehrere Tage. Damit man Zwischenstopps nicht verpasst, programmiert man Wegpunkte. Nun kann man die Präferenzen zwischen den Wegpunkten nicht separat einstellen, kurvig oder nicht kurvig, schnellster Weg. Ist das mal eingestellt gilt dies für die gesamte Strecke zwischen Start und Endpunkt. Dies war mir nicht ganz bewusst, und so fuhren wir in Genua frohen Mutes los. Zu diesem Zeitpunkt war in Genua der Verkehr chaotischer als sonst, denn sie hatten ja einen Unterbruch auf der Autobahn. Von den Baustellen überall ganz abgesehen. So fuhren wir los. Das Navi suchte jede erdenkliche Kurve. Berg hoch wieder runter. Baustellen umfahren und zu den nächsten Kurven. Hab dann abends gemerkt woran es lag.
Uhrzeit: Es wird wohl angezeigt, wann man ankommt jedoch nicht wie lange es noch geht oder welche Uhrzeit im Moment ist.
Sonne: Scheint die Sonne im falschen Winkel ins Display ist Feierabend. Kann das Navi aber verstellt werden kann man diesem Problem gut entgegenwirken.
Handschuhe: Beim kauf wurde angepriesen, dass man das Garmin Zumo auch mit Handschuhen, bedienen kann. Vielleicht lag es an meiner Geduld, aber ich hatte jeweils Mühe, Heinz Günther mit meinen Handschuhen bedienen zu können.
Batterie: Hält nur 4 Stunden.

Damit das Garmin Zumo mit Strom versorgt wurde, habe ich es mit dem Scheinwerfer verbunden. Dazu verwendete ich mit geleiferte Halterung mit dem langen Kabel und Abzweigverbinder von Louis, hier der Link dazu. So zieht es nur Strom, wenn das Motorrad an ist. Lässt man das Navi auf dem Motorrad, schaltet es an, wenn der Scheinwerfer an ist und schaltet auch mit dem Scheinwerfer ab.
Mit dem Garmin Zumo war ich ganz zufrieden ich bin immer ans Zeil gekommen und musste es viel weniger zur Sau machen wie ich mir gedacht habe.




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