Reisendetreffen in Wehrda

Vor ein paar Wochen kriegte ich von Josh und Joana aus Wehrda eine Einladung zu einem Weltenbummlertreffen, das letztes Wochenende statt fand, dass die beiden mitorganisierten. Ich habe auf meiner Reise letzten Herbst zwei Mal bei ihnen übernachtet und freute mich somit riesig auf diesen Anlass. Freitag wurde freigenommen, so dass ich gemütlich nach Wehrda reisen konnte. Überraschenderweise, klappte auch dieser Plan nicht wirklich.
Ich durfte noch in den Zivilschutz und so kam ich erst Freitag abends auf die Strasse. Boah mit Motorrad und Gepäck wieder unterwegs zu sein war so ein befreiendes Gefühl, unbeschreiblich geil! Endlich wieder auf Tour! 5.5 Stunden später, um 11, war ich dann auch in Wehrda auf dem schönen Zeltplatz angekommen. Nach der herzlichen Begrüssung stellte ich mein Zelt auf und schlief schon bald tief und fest.
Am nächsten Tag wurde ich mit sanftem rütteln am Zelt zum Morgenessen gerufen. Seit dem ende meiner grossen Reise habe ich nie mehr so gut geschlafen wie in dieser und der darauf folgenden Nacht. Wenn man schon geweckt wird, muss man dann aber auch mal den wohligen Schlafsack verlassen. Kurze Hosen und Kapuzenpulli anziehen, Socken loswerden und los gehts. Barfuss durch die noch feuchte Wiese und im Gesicht die ersten Sonnenstrahlen zu fühlen, einfach schön. Wobei die doch nicht soo sanften Sonnenstrahlen sieht man jetzt noch meinem Gesicht an. Am Morgentisch gab es Brot und heissen Kaffee. Ich musste ihn nicht mal selber Kochen. Ich lernte noch die anderen Organisatoren kennen und fühlte mich schon bald pudelwohl.



Am Nachmittag tauchten dann immer mehr Leute auf, die einen zum bleiben und andere die dann auch wieder gingen. Zum Beispiel ein älteres Ehepaar, dass mit ihrem Massey Fergusion Traktor rumreist. Hihi, keine Ahnung wie die beiden hiessen, aber der Traktor hiess Hermann. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für sämtliche Namen die ich mir nicht merken konnte, es waren viele. Sie fahren immer wieder an Treffen mit Hermann, zum Beispiel an den Stilfserjochpass. Er fährt und sie hat hinter dem Fahrersitz einen zweiten Sitz. In der Schweiz seien sie auch schon gewesen, aber das sei viel zu teuer. Eigentlich der Standartsatz der in fast keinem Gespräch an diesem Wochenende gefehlt hat. Da war ein weiterer Reisender, mit seinem Suzuki Jimny. Diese s Auto ist ein hoher Mini mit Allrad in Jeepform. Also sehr klein. Auf diesen Jimny wird dann ein Zeltdach gepackt und so die Welt bereist. Ich hab es nicht gesehen, stell mir es aber sehr lustig vor.

Am späteren Nachmittag gab es dann Workshops zur ersten Hilfe, sehr hilfreich und einen im Kaffee kochen mit Niveau, mit sehr viel Niveau, das könnt ihr euch nicht vorstellen. War interessant.



Den ganzen Nachmittag über gab es kaltes Bier und immer wieder interessante Gespräche, was will man mehr. Abends sass man dann an den verschiedenen Lagerfeuer wo man unterschiedliche Reisegeschichten hören konnte. Nur mal so, meine Europareise war eine Kaffeefahrt im Gegensatz zu dem was da vorgetragen wurde. Der eine Vortrag wurde von einem Paar vorgetragen, die auf der ganzen Welt Trailrunning betreiben. Was ist Trailrunning? Möglichst schnell den Berg hoch und dann wieder runter. Ok, so in den Alpen, kann man sich das als normal Sterblicher noch vorstellen, sie waren aber auch im Himalaya unterwegs und erzählten nicht nur von ihren sportlichen aber auch emotionalen Erfahrungen. Der zweite Vortrag war der von Josh und Joana die beider waren mit 190ccm Honda Enduros in Südamerika unterwegs. Josh erzählte über die Höhen und Tiefen ihrer Reise, ja da fängt man gleich wieder an selber zu planen.



Irgendwann nach unzähligen Gesprächen legte ich mich dann in mein Zelt und schlief wunderbar. Am nächsten Tag räumte ich mein Material zusammen und wollte schon los fahren, als Josh mich fragte ob ich noch etwas Bier mitnehmen wolle? Wieso nicht, so packten wir neben meinem Gepäck noch eine Kiste Bier auf Valentinas Rücken. Es war ein wunderschönes Wochenende und es tat richtig gut endlich wieder unterwegs gewesen zu sein, auch wenn es nur für ein Wochenende war. Ich möchte mich bei Josh und Joana für die Einladung danken und freue mich auf nächstes JAhr!

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