Europatoru#4 - Endlich eine richtige Currywurst



Nach einem ergiebigen Morgenessen bei Josh und Joana, ging es am Montag zuerst über Land. Josh meinte es sei schöner am Anfang die Landstrasse zu nehmen als kurz vor Hamburg. Und das war auch so, wunderschöne Kurven, tolle Landschaften und fast kein Verkehr. Ich konnte es endlich so richtig geniessen und lernte Deutschland von einer etwas anderen Seite kennen. Was nicht nur die Landschaft angeht. Überall sieht man Windräder aber auch Solarpannelfelder, einfach ein ganzes Feld voll geneigten Solarpannels. Da ging doch was, als man die Atomkraftwerke nach Fukushima abstellen wollte. Was ich mir noch nicht so gewohnt bin, sind die Kreuzungen wo aucb der Gegenverkehr fahren darf, boah bin ich das erste Mal erschrocken, bin ich froh über mein schweizer Nummernschild.

Nach dem ich am morgen meine italienische Kaffemaschine gekillt habe, weil ich Kaffe ohne Wasser kochen wollte(dachte Luft und Liebe reicht), versuchte ich mich am Nachmittag dann nochmals mit kochen und wärmte mir eine instant Nudelsuppe auf. Langsam geht es richtig gut, der Kaffe wurde dann nach Vaters Rezept, welche man anno domini beim Wandern gelernt hatte, in der Pfanne abgekocht. Der Nachmittag verbrachte ich dann hauptsächlich auf der Autobahn. Der mitllerweile traditionelle Mittagsschlaf darf jedoch nicht fehlen, am Montag ging dieser etwas länger und so traff ich rechtzeitig in Hamburg ein, so dass es gerade noch reichte schweizer Schokolade zu kaufen, kommt bei Gastgebern immer sehr gut an. Diese Nacht werde ich bei der Familie Nix übernachten. Ich habe wiederum über couchsurfing.com eine Übernachtungscouch. Leider hatte Paula aber für die Nacht von Montag auf Dienstag jemanden bei sich zu Hause. Sie meinte jedoch sie schlafe in dieser Zeit sowieso bei ihrem Vater ich könne auch dort schlafen. So fuhr ich in ein Aussenquartier von Hamburg. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln geht es etwa so lange wie von uns hinten(Breitenbach) nach Basel, wie von diesem Aussenquartier nach Hamburg. Als ich dann so durch das Quartier fuhr, hällt mich ein älterer Herr mit breitem Grinsen an, "Was ist das?" ich, "Eine Yamaha XSR 700", er so "Oh das gab es noch nicht als ich jung war, schönes Moped!", ich so, "Danke, Danke" "Gute fahrt und immer dran denken das schwarze gehörrt nach unten", lustig diese Leute.

Endlich bei der Familie Nix wirklich angekommen ging es zuerst mal unter die Dusche. Zum Nachtessen gab es Currywurst, ich liebe es, jedoch an diesem Abend noch viel mehr. Dies aus folgendem Grund, in Dortmund war ein Veganerfest, dort hatte es auch einen Currywurststand, ich dachte mir so das können ja nur richtige Würste sein, ist ja niemand so doof und versaut so ein richtig gutes Gericht, am Abend dann erzählte mir Joey mein Host, dass das mit 100%iger Sicherheit vegane Würste waren. Ich war am Boden zerstörrt und weinte meiner einzigen Möglichkeit Currywürste zu essen nach. Somit war die Freude um so grösser als es beid er Familie Nix endlich richtige Currzwürste gab. Der Papa der Familie Nix(Sorry, falls ihr das liesst ich kann mir die Namen nicht merken) war mit dem Sohnemann und ein paar Freunden, vor ein paar Jahren schon am Nordkapp und vor kurzem in Finnland. Somit gab es einige gute Reisetipps. Der eine war, dass ich von Stockholm aus die Fähre nach Finnland nehmen sollte, so seh ich noch Finnland und was viel besser ist, diese Fähre ist gleichzeitig ein Partyschiff, weil es zollfrei ist, und dies dürfe ich nicht verpassen.

Auch nach dem dritten mal Couch surfen, kann ich es nur weiterempfehlen, man lernt nette Leute kennen, lernt etwas über das jeweilige Land, die jeweilige region und erhällt im besten Falle noch Reisetipps. Und was fast das beste ist man ist immer sehr gut.

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