das erreichten Schweizer in der Motorradweltmeisterschaft



Die MotoGP Saison ist vorbei, das nächste Rennen findet in 119 Tagen in Katar statt. Was haben die Schweizer Fahrer in dieser, doch sehr speziellen, Saison erreicht?

Jason Dupasquier


Jason wer? Vielen ist es sehr wahrscheinlich nicht aufgefallen, dass auch in der kleinsten Klasse, der Moto3 ein Schweizer mitfährt, noch nicht in den Top 10 aber er ist dabei. Er fuhr in den 15 Rennen durchschnittlich auf den 23. Platz. Die beste Platzierung war der 17. Platz die schlechteste der 25. Platz. Im Gegensatz zu seinen Schweizer Kollegen fuhr er jedoch alle 15 Rennen zu Ende. Er wird 2021 eine weitere Saison mit dem Team Carexper PrüstelGP fahren und ist optimistisch was die Platzierung in den Punkterängen angeht. Ich hoffe wir werden in der kommenden Saison mehr von ihm hören, vielleicht wird sich das Schweizer Fernsehen auch etwas mehr darum bemühen und das eine oder andere Moto3 Rennen übertragen.

Jesko Raffin


2018 war er Moto2 Europameister, 2019 beendete er die MotoE WM auf dem 8. Platz. 2020 erhielt er wiederum die Chance in der Moto2 WM mitzufahren dies im Team NTS RW Racing. Ein kleineres Team im Moto2 Zirkus. Als die Saison in Katar begann fuhr Jesko Raffin auf den 23. Platz. Danach wurde die Rennsaison in Folge von Corona unterbrochen. Im Juli wurde den Rennbetrieb in der Weltmeisterschaft wieder aufgenommen, jedoch ohne Jesko Raffin. Er musste geschwächt von Erschöpfungserscheinungen Zuhause bleiben. Auch den Comeback versuch in misano endete in einem Abruch des Rennens. Seine körperliche Verfassung konnte er im Laufe der Saison verbessern und es geht im schon viel besser, für einen weiteren Start an einem Rennen reichte es jedoch nicht. Somit sieht seine Zukunft etwas düster aus.

Tom Lüthi


2019 beendete Lüthi die Moto2 WM auf dem vielversprechenden 3.Platz. Er fuhr die erste Saison im Team Intact GP, mit dem er auch 2020 an den Start ging. Er fuhr durchschnittlich auf den 11. Platz und holte sich so 72 Punkte. das erste Rennen von Jerez und das zweite Rennen in Aragon konnte er nicht zu Ende fahren, da er gestürzt ist. Im Vergleich zu seinem Teamkollegen fuhr er nie aufs Podest. Sein Teamkollege Marcel Schrötter, fuhr einmal auf das Podest und holte sich in Spielberg den 3. Platz. Ansonsten fuhr er etwa auf dem gleichen Niveau wie Lüthi und holte sich am Ende 81 Punkte und den 9 Platz in der WM-Wertung. Lüthi kam auf Platz 11. Man könnte meinen für Tom Lüthi sei es eine nicht all zu schlechte Saison gewesen. Wenn man jedoch die letzten paar Jahre in der Moto2 ansieht, 2019 WM 3., 2017 WM 2., 2016 WM 2., 2015 WM 5., dann ist es dieses Jahr überhaupt nicht gut gelaufen. Dies sah auch das Intact GP Team und ersetzt Tom Lüthi mit dem Moto3 Piloten Tony Arbolino. Tom Lüthi wird 2021 das Motorrad von Remy Gardner pilotieren. Gardner fuhr in dieser Saison im Team Onexox TKKR SAG Team und gewann sein erstes Rennen im Saisonfinale in Portimao. Hoffen wir, dass Lüthi an diesem Erfolg anknüpfen kann.

Dominique Aegerter


Nach dem Aegerter 2019 auf einer MV Agusta die Saison auf dem 22.Platz beendet, fand er keinen Platz mehr im Moto2 Zirkus. Auch war das Budget damals ein grosses Thema. So startete er 2020 in der noch jungen MotoE(Elektro Motorräder). Er übernahm den Platz von Jesko Raffin im Team Intact GP. Die Saison begann vielversprechend, zweimal mit dem 3. und zweimal mit dem 1. Platz. Doch dann wurde er zweimal abgeräumt und musste beim letzten Rennen vom letzten Platz aus starten. Gleichwohl konnte er sich im letzten Rennen noch auf den 4. Platz vorkämpfen. Am Schluss reichte es für den 3. Platz in der MotoE WM. Auf die Moto2 musste er jedoch auch 2020 nicht komplett verzichten, er durfte zweimal Jesko Raffin ersetzen. In einem Interview dass ich mit im machen durfte( hier der Link), erzählter er dass seine Rennkarriere nur weiter geht, wenn er nicht wieder Geld mitbringen muss. Das scheint geklappt zu haben, denn er wird auch 2021 mit dem Team Intact GP in der MotoE fahren. Und wenn sich die anderen Piloten etwas mehr Mühe geben, wird es auch für den Weltmeistertitel in der MotoE reichen.




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